Säule 3a Zinsen: aktueller Zinsvergleich der Banken

Wie hoch sind die Zinsen auf meinem Säule-3a-Konto und welche Bank zahlt am meisten? Compando zeigt den Marktdurchschnitt, die Spanne zwischen den Anbietern und was der Zins über die Jahre wirklich ausmacht.

Aktualisiert am 03.08.2026
Aufstieg auf der Erfolgsleiter mit Holzblöcken

1. Wie hoch sind die aktuellen Säule-3a-Zinsen?

Rund 0.25 Prozent im Durchschnitt über alle Schweizer 3a-Konten. Für ein Guthaben von CHF 50'000 sind das CHF 125 Zins pro Jahr.

Der Durchschnitt verdeckt allerdings eine breite Spanne:

Anbietergruppe

Typischer Zins

Regional- und Privatbanken

0.3–0.65 %

Kantonalbanken

0.1–0.3 %

Grossbanken

0.05–0.2 %

Die höchsten Zinsen zahlen derzeit kleinere Regional- und Privatbanken, die tiefsten die Grossbanken. Beim einen bringt dasselbe Guthaben CHF 325 Zins pro Jahr, beim anderen CHF 25. Einzelne zahlen inzwischen gar keinen Zins mehr.

Namen nennen wir hier bewusst nicht. Die Anbieter passen ihre Sätze mehrmals im Jahr an, eine Rangliste im Text wäre veraltet, bevor Sie sie lesen. Wer heute welche 3a-Lösung zu welchen Konditionen führt, gehört in einen Vergleich, nicht in einen Ratgebertext.

Zugesagt ist der Zins ohnehin nicht. Die Säule 3a kennt keine festen Anpassungstermine, Ihr Anbieter kann den Satz jederzeit ändern. Bei einer bestehenden Versicherungspolice prüfen Sie zusätzlich die effektive Nettoverzinsung, denn dort schmälern die Kosten den Zins ein zweites Mal.

2. Wie haben sich die Säule-3a-Zinsen entwickelt?

Vor rund 15 Jahren waren 2 bis 3 Prozent auf 3a-Konten normal. Mit der Tiefzinsphase nach der Finanzkrise 2008 sanken die Verzinsungen schrittweise gegen null.

Jahr

Typischer 3a-Zins

2008

rund 2 bis 3 %

2015

rund 0.5 bis 1 %

2021

rund 0.05 bis 0.25 %

2026

rund 0.05 bis 0.65 %

Die Bewegung geht weiter, auch nach unten: Im vergangenen Jahr sank der Marktdurchschnitt erneut. Wer sein Guthaben seit Jahren auf demselben Konto liegen lässt, verliert deshalb still an Boden. Der Zins von damals ist nicht der Zins von heute.

3. Warum sind die Säule-3a-Zinsen so tief?

Die Verzinsung folgt dem Leitzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Über ihn steuert die SNB, zu welchen Konditionen sich Banken Geld beschaffen. Sinkt der Leitzins, geben die Banken die tieferen Konditionen an die Vorsorgesparer weiter. Nach Jahren mit Null- und Negativzinsen blieben die 3a-Konten deshalb tief verzinst.

Problematischer als der tiefe Zins ist die Teuerung. Liegt sie über dem Zins, verliert Ihr Guthaben real an Kaufkraft, obwohl der Saldo nominal wächst. Bei 0.25 Prozent Zins und 1 Prozent Teuerung schrumpft Ihr Geld jedes Jahr, ohne dass Sie es auf dem Auszug sehen.

Dafür bietet das Konto zwei Dinge, die Wertschriften nicht kennen:

  • Kein Kursverlust: Ihr Saldo kann nie fallen. 3a-Guthaben unterstehen zwar nicht der allgemeinen Einlagensicherung, geniessen aber einen Konkursvorzug bis CHF 100'000 pro Vorsorgenehmer und Stiftung.
  • Keine Steuer während der Laufzeit: Auf Guthaben und Zins fällt weder Einkommens- noch Vermögenssteuer an. Erst bei der Auszahlung wird abgerechnet, getrennt vom übrigen Einkommen und zu einem reduzierten Sondersatz.

Die Teuerung schlägt das Konto damit nicht. Eine Wertschriftenlösung kann es: Über lange Zeiträume liegt die Rendite dort über der Teuerung. Angelegt wird in Anlagefonds oder ETFs. Dafür schwankt der Wert.

Welches Vorsorgevermögen aus Zins und welches aus Rendite entsteht, zeigt der Vermögensrechner für Ihre Einzahlung und Ihre Laufzeit.

4. Fazit: Wie viel bringt der Zins wirklich?

Über dreissig Jahre gerechnet: rund CHF 20'000. Die Übersicht rechnet mit dem Maximalbetrag von CHF 7'258, jährlich auf ein 3a-Konto eingezahlt:

Zins

Endvermögen nach 30 Jahren

0.05 % (tiefster Zins)

rund CHF 219'000

0.25 % (Marktdurchschnitt)

rund CHF 226'000

0.65 % (höchster Zins)

rund CHF 240'000

Dass aus wenigen Zehntelprozent ein fünfstelliger Betrag wird, verdankt sich dem Zinseszinseffekt. Der Wechsel zu einer anderen Bank dauert wenige Wochen. Gebühren verlangen die Banken dafür keine.

Ein hoher Zins allein macht allerdings noch keinen guten Anbieter. Wer dieselben CHF 7'258 dreissig Jahre lang in eine Wertschriftenlösung legt statt aufs Konto, kommt bei 4 Prozent Rendite auf rund CHF 407'000 statt CHF 226'000.

Der Unterschied beträgt CHF 180'000, neunmal so viel, wie der beste Bankwechsel je bringen kann. Ihre Reihenfolge steht damit fest: Zuerst kommt die Wahl zwischen Konto und Wertschriften, danach die Wahl der Bank. Wer die erste getroffen hat und beim Konto bleiben will, holt mit dem richtigen Anbieter trotzdem CHF 20'000 heraus.

Säule-3a-Zinsen im direkten Vergleich

Anlageform, Gebühren und Zinssatz entscheiden über Ihr Endvermögen, in dieser Reihenfolge. Der Vergleich zeigt alle Schweizer 3a-Anbieter nebeneinander.

Dieser Artikel wurde erstmals veröffentlicht am 06.05.2026

Artikel teilen: