Vorsorgetyp für die Säule 3a: Welcher Anlegertyp bin ich?

Sicherheitsorientiert, ausgewogen oder renditeorientiert: Der Vorsorgetyp entscheidet, wie Ihr Säule-3a-Guthaben angelegt wird. Compando unterscheidet die drei Typen und begleitet Sie mit einem kurzen Selbsttest zur passenden Lösung.

Aktualisiert am 03.08.2026
Businessleute schauen in einem Café auf einen Laptop und diskutieren gemeinsam

1. Was ist ein Vorsorgetyp in der Säule 3a?

Der Vorsorgetyp, auch Anlegertyp genannt, beschreibt Ihre persönliche Haltung zu Rendite und Risiko: wie viel Schwankung Sie zulassen und wie Ihr Geld über die Jahre arbeitet. Er ergibt sich aus Risikohaltung und Lebenssituation, nicht aus der konkreten Geldanlage. In der Säule 3a wie in der freien Säule 3b ist er die Grundlage jeder Anlageentscheidung. Grob gibt es drei Typen:

Sicherheitsorientiert

Stabilität vor Rendite. Kaum Schwankungen, dafür über lange Zeiträume weniger Renditechancen. Passt oft kurz vor der Pensionierung.

Ausgewogen

Wachstum mit Mass. Begrenzte Schwankungen, ohne das Guthaben voll den Märkten auszusetzen. Passt zu Familie, Hypothek und mittlerem Zeithorizont.

Renditeorientiert

Chance vor Sicherheit. Stärkere Kursschwankungen, dafür die höchsten Renditechancen über einen langen Anlagehorizont. Passt bei stabilen Reserven und vielen Jahren bis zur Pensionierung.

2. Welcher Vorsorgetyp bin ich?

Ihren Vorsorgetyp bestimmen Sie mit einem kurzen Selbsttest. Je mehr der folgenden Aussagen zutreffen, desto renditeorientierter ist Ihr Profil:

Aussage

Trifft zu?

Ich bleibe auch bei Kursverlusten ruhig.

ja / nein

Ich brauche das Guthaben erst in über 15 Jahren.

ja / nein

Ich habe finanzielle Reserven neben der Säule 3a.

ja / nein

Mein Einkommen ist stabil.

ja / nein

Kurzfristige Schwankungen stören mich nicht.

ja / nein

Vier bis fünf Mal «ja» sprechen für ein renditeorientiertes Profil, zwei bis drei Mal für ein ausgewogenes, null bis ein Mal für ein sicherheitsorientiertes. Entscheidend ist dabei die Risikotoleranz, nicht das Alter: Auch eine junge Person kann sicherheitsorientiert sein, eine ältere renditeorientiert, wenn die Lebenssituation es trägt. Der Selbsttest liefert dabei eine erste Orientierung; für die konkrete Säule-3a-Lösung zählen zusätzlich Anlagehorizont, Vermögen und persönliche Ziele.

Gut zu wissen: Die eigene Risikotoleranz zeigt sich am ehrlichsten nicht in guten Börsenjahren, sondern bei Marktturbulenzen. Ein Profil, das man auch in schwächeren Phasen ruhig durchhält, bringt darum mehr als ein offensives, das unter Druck gewechselt wird.

3. Welcher Vorsorgetyp passt in welcher Lebensphase?

Beruf, Familie und Nähe zur Pensionierung verschieben, welcher Typ zu Ihnen passt. Der Vorsorgetyp bleibt darum selten über Jahrzehnte gleich:

Lebenssituation

Häufig passend

28 Jahre, erster Job, langer Horizont

renditeorientiert

Familie mit Hypothek

ausgewogen

Pensionierung in rund fünf Jahren

sicherheitsorientiert

Der Typ ist also kein fixer Wert: Beim Berufseinstieg erlaubt der lange Anlagehorizont mehr Risiko, mit Familie und geplantem Wohneigentum steigt das Sicherheitsbedürfnis, näher an der Pensionierung wird das Profil defensiver.

Ein über viele Jahre zu defensiver Typ kann allerdings die spätere Vorsorgelücke vergrössern. Eine regelmässige Überprüfung des eigenen Profils hält Sicherheit und Renditechancen in Balance.

Die passende Säule 3a zu Ihrem Typ

Welche Anbieter eine zu Ihrem Vorsorgetyp und Anlagehorizont passende Anlagestrategie bieten, sehen Sie im direkten Vergleich nach Kosten und Strategie.

Dieser Artikel wurde erstmals veröffentlicht am 08.05.2026

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