Säule 3a einzahlen: Ablauf, Varianten und Zeitpunkt
Am Steuerabzug ändert der Einzahlungszeitpunkt nichts. Am Vorsorgevermögen schon. Compando zeigt den Ablauf, die drei Einzahlungsarten und den richtigen Moment im Jahr.
1. Wie zahle ich in die Säule 3a ein?
Die Einzahlung in die Säule 3a erfolgt direkt auf ein 3a-Konto oder in eine Wertschriftenlösung Ihres Anbieters. Bei Banken und Vorsorge-Apps ist der Ablauf ähnlich. Bei einer Versicherungspolice ist die Einzahlung dagegen nicht frei wählbar: Die Prämie ist vertraglich vereinbart.
- Vorsorgelösung eröffnen: Konto, Wertschriftenlösung oder eine Kombination beim Anbieter wählen.
- Einzahlung auslösen: über E-Banking, Dauerauftrag, App oder Einzelüberweisung. Die Kontonummer steht im Eröffnungsdokument oder im Kundenbereich des Anbieters.
- Beitragsbestätigung einreichen: Der Anbieter stellt sie nach der Gutschrift aus. Der Beleg weist den Steuerabzug nach und gehört zur Steuererklärung.
Wie viel Sie einzahlen dürfen, richtet sich nach dem Maximalbetrag und danach, ob Sie einer Pensionskasse angeschlossen sind. Damit der Steuerabzug für dieses Jahr greift, muss das Geld vor der Einzahlungsfrist beim Anbieter gutgeschrieben sein.
2. Säule 3a monatlich oder jährlich einzahlen: Was lohnt sich?
Drei Einzahlungsarten stehen zur Wahl. Steuerlich macht es keinen Unterschied, ob Sie monatlich oder jährlich einzahlen. Auf Planung, Disziplin und Rendite wirkt sich die Wahl aber deutlich aus.
Einzahlungsart | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
Monatlicher Dauerauftrag | gleichmässig, keine Lücken | wenig Kontrolle über den Zeitpunkt |
Einmalzahlung pro Jahr | sofort voll investiert | hohe Einmalbelastung |
Flexible Einzahlung | anpassbar an die Liquidität | leicht zu vergessen |
Bei regelmässigem Einkommen ist der Dauerauftrag die naheliegende Wahl. CHF 604 pro Monat ergeben CHF 7'248 im Jahr. Die restlichen CHF 10 bis zum Maximalbetrag von CHF 7'258 überweisen Sie am Jahresende separat.
Bei schwankendem Einkommen oder in der Selbständigkeit fahren Sie mit einer flexiblen Einzahlung besser. Ihr Jahreseinkommen steht erst nach Abschluss der Buchhaltung fest. Zahlen Sie erst im November oder Dezember ein, kennen Sie den abziehbaren Betrag bereits und überweisen nicht zu viel.
Ob sich ein Dauerauftrag jederzeit anpassen, pausieren oder mit einer Einmalzahlung ergänzen lässt, regelt jeder Anbieter selbst.
Anbieter prüfen lohnt sich
Welcher Anbieter zur eigenen Einzahlungsart passt, zeigt der direkte Vergleich aller Schweizer 3a-Lösungen nach Kosten und Mindesteinlage.
3. Bringt eine Einzahlung im Januar mehr als im Dezember?
Ja. Zahlen Sie im Januar statt im Dezember ein, gewinnen Sie elf Monate zusätzliche Anlagedauer. Der Steuerabzug bleibt gleich hoch, Ihr Endkapital nicht.
Der Grund ist der Zinseszinseffekt: Jeder Franken, der früher investiert ist, arbeitet länger mit. Bei einem reinen 3a-Konto fällt der Unterschied gering aus, bei Wertschriften deutlich.
Beispielrechnung: Wer den Maximalbetrag 30 Jahre lang jeweils im Januar statt im Dezember einzahlt, hat mit einer Wertschriftenlösung bei 4 Prozent Rendite am Ende rund CHF 15'000 mehr Vorsorgevermögen.
Wollen Sie den Termin nicht jedes Jahr im Kopf behalten, erreichen Sie mit einem Dauerauftrag fast dasselbe: Die Beiträge fliessen gleichmässig über das Jahr und damit im Schnitt früher als bei einer Zahlung im Dezember.
Mögliches Vorsorgevermögen berechnen
Wie stark der Einzahlungszeitpunkt über die Jahre wirkt, rechnet der Vermögensrechner nach Betrag, Laufzeit und Rendite aus.



